Rainer Pudill
Schicksalsjahre eines Kaisers
Hadrian in Ägypten im Spiegel numismatischer Quellen
1. Auflage 2018
ca. 160 Seiten, 17 x 24 cm, durchgehend farbige Abbildungen, Hardcover
Erscheinungstermin: lieferbar ab Anfang März
ISBN: 978-3-86646-158-1
Preis: 34,90 EUR

Nach den Büchern "Antinoos. Münzen & Medaillons" sowie "Göttlicher Antinoos. Ein Idealbild jugendlicher Schönheit" zeigt ein weiteres Buch unseres Autors Dr. Rainer Pudill mit dem Titel "Schicksalsjahre eines Kaisers. Hadrian in Ägypten im Spiegel numismatischer Quellen" auf durchgehend farbigen Abbildungen -alexandrinischer Münzen aus seiner Sammlung u.a. die faszinierende Götterwelt Ägyptens. Zudem bietet es einen umfassenden Einblick in die für Kaiser Hadrian durch den Opfertod des Antinoos schicksalhaften und teilweise auch für das Weltgeschehen bedeutsamen Ereignisse der Zeit um 130 n. Chr. von der Gründung der Colonia Aelia Capitolina (Jerusalem) an bis zum Bar-Kochba-Krieg.
Wie kein anderes Medium machen Münzen als Sachquellen im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte, Mythologie, Sitten-, und Religionsgeschichte begreifbar und verständlich.

Publius Aelius Hadrianus oder einfach Hadrian (117-138 n. Chr.), einer der bedeutendsten Herrscher der römischen Kaiserzeit, war gleichzeitig auch einer der charakterlich sowie in seinem Handeln widersprüchlichsten und rätselhaftesten. Er vermied kriegerische Auseinandersetzungen mit dem alleinigen Ziel, das Territorium bzw. die Macht des Imperiums zu erweitern, schlug aber bei vermeintlichem oder tatsächlichem Verrat und Widerstand sowie bei Aufständen, wie beispielsweise unter Bar Kochba in Judäa, mit aller Härte und Entschlossenheit zurück. Er selbst ging bei Märschen und Manövern bis an die Grenzen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit, forderte aber auch Gleiches von seinen Truppen und bestand auf strengster Disziplin. Andererseits umgab er sich mit Philosophen und Künstlern, Bildhauern, Architekten, Baumeistern sowie Dichtern und genoss das Gespräch bzw. die Diskussion mit ihnen. Vor allem aber liebte Hadrian alles Griechische: die Menschen, ihre Sitten und Gebräuche, die Mythologie und die Kultur.
Er besuchte fast alle Provinzen seines Reichs, um die Besonderheit der Völker seines Imperiums kennen und verstehen zu lernen und somit die Einheit des Reichs zu fes-tigen. Als kaiserliche Provinz und Kornkammer Roms, aber auch wegen seiner uralten Kultur, spielte Ägypten, das Hadrian mit seiner Entourage 130/131 n. Chr. besuchte, eine herausragende Rolle. Hier trafen drei Hochkulturen aufeinander und verschmolzen teilweise miteinander zu einer neuen Vorstellungs- und Glaubenswelt: die ägyptische, die griechisch-hellenistische sowie die aufstrebende und kraftvolle römische.

 

    
Buchtipp
Numismatisches Wörterbuch
Ursula Kampmann bietet ein zweisprachiges Wörterbuch speziell zu numismatischen Fachbegriffen und -ausdrücken an und macht es so dem Laien und dem Profi leichter, über sein Hobby auch in einer anderen als der Muttersprache zu kommunizieren, denn schon immer finden Händler und Sammler den Weg nach Deutschland und umgekehrt. Englischkenntnisse sind dabei fast unverzichtbar, schließlich ist das die Weltsprache Nummer eins. Doch gerade in der Numismatik gibt es viele Fachausdrücke, bei denen ein normales Wörterbuch nicht mehr weiterhelfen kann. ...